Gedicht

Vom Wiesenbacher Blasiusfest,
Kommt der Februar ins Land,
gauts auf Liachtmeß zu,
kommt bald s’Wiesabacher Fest,
hat die Hausfrau keine Rua.

Dau putz sie nau,
da bacht sie nau,
ladat dia Besa ein.
Die kommat gera. Jaur für Jaur
auf Wiesabach herei.

Ond isch der Blesetag nau dau,
da gibts a groß Geläut.
Zwei Pfarrer stimmat’s Hoachamt a,
dia Kirch isch gschtopft voll Leit.

Dann gibts da grossa Festtagsschmaus.
"Ihr Leitla langat zu" Seit Bäure,
denn sie gibt ja it
vor alles gessa isch a Rua.

So hockat ma und schwätzt und tratscht,
- So schnell vergeht die Zeit -
vom letzta Jaur, was braucht es hat
an Neuem, Freud und Leid.

Ond kurz bevor der Abend graut,
gant Gäst der Hoimat zua.
Frau Bäs kriagt no an Kuacha mit,
es wär ja sonscht it gnua.

Ja liabe Leit des isch a Fescht,
des land mir doch it naus!
Sankt Blese, broit auf Wiesabach,
dein Segensmantel aus.


Josef Müller

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